Energetische Sanierung: Förderprogramm des Landes Hessen

Wer sein Haus energetisch saniert, spart. Aber es gibt noch mehr Gründe, einen Energieberater ins Haus zu holen. Was treibt die Deutschen dazu, eine Sanierung in Angriff zu nehmen? Eine große Bausparkasse hat nachgefragt: 57 Prozent der Befragten nennen Kosteneinsparungen als wichtigstes Motiv, 51 Prozent den Werterhalt und 43 Prozent den Klimaschutz.

Seit 01.07.2021 können über neue Programme der KfW-Bank Gelder zur energetischen Sanierung von Wohngebäuden beantragt werden. Die KfW-Programme 261 (Kredit) und 461 (Zuschuss) lösen das Vorgängerprogramm KfW 151 ab. Gefördert wird hier die Sanierung, Bau und Kauf eines energieeffizienten Gebäudes. Die Förderquoten sind davon abhängig, welche Effizienzklasse nach der Sanierung erreicht wird.

Das Land Hessen stockt die Förderung nochmals auf!
Ihr erhaltet einen Zuschuss von bis zu 15 Prozent, der zusätzlich zu den Fördermitteln der KfW gewährt wird. Rechnet man KfW- und Landesförderung zusammen, sind bis zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten als Zuschuss für eine Sanierung möglich.

Alle Informationen zur Landesförderung findet Ihr auf dem Internetauftritt der LandesEnergieAgentur Hessen (LEA).

 

Anbei auch eine kurze Übersicht der LEA, mit welchen Ca.-Kosten Ihr für eine Sanierung rechnen könnt.
(Quelle: LandesEnergieAgentur Hessen)

Meistens werden Vollkosten der Sanierung als Kosten pro Quadratmeter aufgeführt. Es sind sehr grobe Werte, die Hausbesitzende dann auf ihr Objekt hochrechnen können. Folgende Werte ermöglichen eine Orientierung*:

  • Kellerdeckendämmung: zwischen 40 und 90 Euro pro Quadratmeter.
  • Dachdämmung mit neuer Deckung: je nach Dämmvariante zwischen 300 und 350 Euro pro Quadratmeter.
  • Fassadendämmung mit neuem Putz/neuer Verkleidung: je nach Dämmvariante zwischen 140 und 200 Euro pro Quadratmeter.
  • Dämmung oberste Geschossdecke: je nachdem, ob die Dämmung begehbar sein soll oder nicht, zwischen 40 und 80 Euro pro Quadratmeter.
  • Fenster: je nach Verglasung und Rahmen zwischen 400 und 800 Euro pro Fenster.
  • Heizung: Ein neuer Gas-Brennwert-Kessel kostet rund 7.000 Euro, ein Pelletkessel 14.000 Euro und eine besonders energieeffiziente Wärmepumpe 12.000 bis 24.000 Euro**.

* Die Werte basieren größtenteils aus Erfahrungen der HESA und eines Energieberaters.
** Wärmepumpe: Schätzung www.co2-online.de